
Google setzt in der Debatte um KI und Urheberrecht auf eine klare Trennlinie: Das Training von Modellen mit öffentlich verfügbaren Webdaten soll in den USA weiterhin unter Fair Use fallen. Entscheidend für Rechtsverstöße seien nach dieser Position vor allem konkrete Ergebnisse, nicht primär der Weg, auf dem ein Modell trainiert wurde.
Für die Musikbranche ist das keine Randnotiz. Gerade bei generativer Musik stehen Trainingsdaten, Lizenzen und mögliche Ähnlichkeiten zu bestehenden Werken im Mittelpunkt mehrerer Auseinandersetzungen. Googles Position löst diese Konflikte nicht, sie verschiebt aber den Schwerpunkt deutlich in Richtung prüfbarer Outputs.
Für Creator bleibt daraus ein nüchterner Arbeitsauftrag: Rechte, verwendete Quellen und eigene kreative Beiträge sollten so dokumentiert sein, dass ein fertiger Song oder ein Video im Zweifel nachvollziehbar bleibt. KI kann den Workflow beschleunigen, ersetzt aber keine belastbare Rechtekette.
Quellen:
- Music Business Worldwide: https://www.musicbusinessworldwide.com/google-says-ai-training-is-fair-use-and-copyright-should-be-policed-on-outputs-not-inputs/