
Die EU-Kommission hat mit dem KIDS Act neue Regeln für Kinder und soziale Netzwerke vorgeschlagen. Unter 13-Jährige sollen keinen Zugang zu Social Media bekommen, 13- bis 14-Jährige nur über betreute Mini-Konten. Eigene Konten wären nach dem Entwurf erst ab 15 möglich.
Zusätzlich sollen Plattformen jugendgerechter gestaltet werden. Genannt werden Einschränkungen für endloses Scrollen und andere suchtfördernde Mechanismen, private Voreinstellungen, Altersprüfungen und strengere Regeln für KI-Chatbots. Der Vorschlag ist noch kein geltendes Recht und muss erst von Parlament und Mitgliedstaaten verhandelt werden.
Ich halte vor allem den Ansatz beim Produktdesign für wichtig. Ein Altersverbot allein verschiebt ein Problem nur. Wenn dieselben aggressiven Empfehlungssysteme und Aufmerksamkeitsmechanismen ab dem nächsten Geburtstag unverändert weiterlaufen, ist wenig gewonnen. Entscheidend ist, ob Plattformen tatsächlich gezwungen werden, schädliche Designmuster zu verändern.
Quellen:
- Europäische Kommission – Digital Strategy: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/news/eu-kids-act-restrict-social-media-platforms-access-children-eu
- Europäische Kommission: https://commission.europa.eu/news-and-media/news/eu-kids-act-helping-children-navigate-safer-online-world-2026-09-17_en
- Reuters: https://www.reuters.com/world/eu-commission-proposes-social-media-ban-children-under-13-2026-09-17/