OK-I-DO-KI
Der Ton hängt an der Situation
Lies Schnappis drei Merksätze zur Erklärkarte und tippe jeden einmal an. Beantworte danach die beiden Verständnisfragen, indem du zu jeder Situation den erwartbaren Ton auswählst. Halte zum Schluss deine Merknotiz fest – sie begleitet dich durch den ganzen Kurs.
0 von 4 Schritten erledigt
Schnappibereit
In der ersten Mission hast du gehört, dass derselbe Inhalt zweimal ganz anders klingen kann. Jetzt kommt die Frage dahinter: Woher weiß man eigentlich, welcher Ton dran ist? Die Antwort steckt nicht im Inhalt – sie steckt in der Situation. Schnappi zeigt dir das an zwei Alltagsbildern, danach beantwortest du zwei kurze Verständnisfragen.
Bevor du loslegst
SicherheitshinweisHalte diese Trennung von Anfang an fest: Den Ton an die Situation anzupassen ist normal und erlaubt – so schreibt jeder Mensch. Sich als eine bestimmte echte Person auszugeben ist etwas völlig anderes und nicht erlaubt. Ein förmlicher Ton allein bedeutet nie, dass du im Namen von jemand anderem sprichst.
Deine DatenIn dieser Mission tippst du nichts über dich ein. Wenn du dir ein eigenes Beispiel notierst, nimm eine Rolle („meine Trainerin“, „das Sekretariat“) statt eines echten Namens – für den Ton reicht die Rolle völlig aus.
Schnappis Erklärkarte: dieselbe Bitte, zwei Empfänger
Schnappi hat dieselbe Bitte um eine Terminverschiebung zweimal aufgeschrieben – einmal an eine Freundin, einmal an ein Amt. Tippe jeden Merksatz einmal an, dann erklärt er dir kurz, was dahintersteckt.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungKurz, direkt, ohne Anrede – und völlig in Ordnung. Ihr kennt euch, der Anlass ist privat, niemand erwartet hier eine Höflichkeitsformel. Ein förmlicher Satz würde hier sogar unfreundlich wirken, weil er Abstand schafft.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungDieselbe Bitte, derselbe Wunsch – nur mit Begrüßung, Sie-Form und vollständigem Satz. Die Person am anderen Ende kennt dich nicht. Der förmliche Ton sagt: Ich nehme die Sache ernst und mache es dir leicht, mir zu helfen.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungDas ist der Kern dieses Kurses. Nicht der Wunsch entscheidet über den Ton, sondern zwei Fragen: An wen geht das? Und in welchem Rahmen? Wenn du diese beiden Fragen beantwortest, ist die Ton-Wahl fast schon getroffen.
Schnappibereit
Verständnisfrage 1: Welcher Ton ist hier zu erwarten?
Du schreibst an das Sekretariat deiner Schule, weil du eine Bescheinigung brauchst. Welchen Ton erwartet diese Situation?
Schnappibereit
Verständnisfrage 2: Woran hängt der Ton wirklich?
Zwei Nachrichten haben denselben Inhalt: „Ich sage den Termin ab.“ Die eine klingt locker, die andere förmlich. Welche Erklärung trifft zu?
Schnappibereit
Deine Merknotiz für den ganzen Kurs
Welcher Satz beschreibt für dich am besten, was du gerade verstanden hast? Tippe ihn an – er kommt auf deine private Karte. Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch.
Meine Merknotiz: Ton folgt der Situation
Nicht der Inhalt entscheidet, wie mein Text klingt – sondern an wen er geht und in welchem Rahmen.
Warum dir dieser Gedanke weiterhilft:
Schnappibereit
Schnappibereit
Frag mich einfach
Stufe 1 · Denkanstoß
Ein kleiner Schubs, damit du selbst weiterkommst.
Offen – frag hier zuerst.
Stufe 2 · Strategie
Ein Vorgehen, mit dem du die Aufgabe anpacken kannst.
Noch gesperrt – nutze zuerst „Stufe 1 · Denkanstoß“.
Stufe 3 · Auflösung
Die ausführliche Erklärung – erst, wenn du es selbst versucht hast.
Noch gesperrt – nutze zuerst „Stufe 2 · Strategie“. Die Auflösung wird frei, sobald du diese Mission abgeschlossen hast.
Mission geschafft!
Dein Ergebnis („Deine Merknotiz „Ton folgt der Situation“") ist gespeichert.
Schnappibereit
Stark gemacht! Du hast diesen Schritt wirklich verstanden.