OK-I-DO-KI
Was muss die KI wirklich wissen?
Entscheide zuerst über alle fünf Angaben. Erkläre danach, was die Versichertennummer von den anderen Angaben unterscheidet. Sieh dir die drei Merksätze zu besonders geschützten Daten an und halte zum Schluss deine Begründungen als private Karte fest.
0 von 4 Schritten erledigt
Schnappibereit
Du willst Hilfe bei einem Beschwerdebrief an eine Arztpraxis. Fünf Angaben liegen bereit. Für jede triffst du eine Entscheidung: Kommt sie in die Anweisung, oder bleibt sie geschützt? Dies ist eine der wenigen Missionen, in denen es bewusst nicht darum geht, möglichst wenig zu schreiben – sondern darum, genau das Richtige zu schreiben.
Bevor du loslegst
SicherheitshinweisIm Umfeld von Arztpraxen treffen zwei besonders geschützte Sorten von Angaben aufeinander: Gesundheitsdaten und amtliche Kennnummern. Beide gehören nicht in eine KI-Anweisung. Für einen Beschwerdebrief zählt, WAS passiert ist – nicht, wer du bist und bei welcher Kasse du versichert bist. Diese Angaben trägst du erst im fertigen Brief ein, den du selbst verschickst.
Deine DatenDie Situation ist erfunden. Trage hier keine echte Versichertennummer, keinen echten Praxisnamen und keinen echten Termin ein – auch nicht, wenn du gerade wirklich eine Beschwerde schreiben willst. Für den echten Brief benutzt du dieselbe Entscheidung, aber du tippst die geschützten Angaben nirgendwo hinein.
Fünf Angaben, fünf Entscheidungen
Die Situation: Du bittest die KI, einen sachlichen Beschwerdebrief an eine Arztpraxis zu formulieren – du hast über eine Stunde im Wartezimmer gesessen, ohne dass jemand Bescheid gab. Entscheide für jede der fünf Angaben, ob sie in die Anweisung gehört oder geschützt bleibt.
- der Grund der Beschwerde: über eine Stunde Wartezeit ohne AnsageRichtigNoch einmal
- dein voller NameRichtigNoch einmal
- deine VersichertennummerRichtigNoch einmal
- der Zeitpunkt des Termins (Wochentag und Vormittag)RichtigNoch einmal
- der Name der ÄrztinRichtigNoch einmal
Schnappibereit
Was macht die Versichertennummer anders?
Name, Nummer und Ärztinnenname bleiben alle geschützt. Aber die Versichertennummer ist von den dreien noch einmal ein eigener Fall. Welche Begründung trifft zu?
Schnappibereit
Drei Sorten, die immer draußen bleiben
Tippe jede der drei Aussagen einmal an – Schnappi erklärt sie dir. Hier wird nichts bewertet, das ist reines Nachschlagewissen für später.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungDiagnosen, Medikamente, Behandlungen: Diese Angaben können gegen einen Menschen verwendet werden – bei Versicherungen, bei Bewerbungen, in der Werbung. Deshalb behandelt das europäische Datenschutzrecht sie strenger als Name oder Adresse.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungVersichertennummer, Steuer-Identifikationsnummer, Ausweisnummer: Sie beschreiben nichts an einem Menschen, sondern verbinden ihn eindeutig mit Akten an anderer Stelle. Genau deshalb sind sie so wertvoll für jemanden, der sie nicht haben sollte.
- angesehen – hier wird nichts bewertetErklärungDer Datenschutz gilt nicht nur für dich. Wenn du den Namen deiner Ärztin, deines Chefs oder deiner Nachbarin in eine Anweisung schreibst, gibst du etwas über einen Menschen preis, der nicht gefragt wurde. Die Rolle genügt der KI immer.
Schnappibereit
Deine Begründungen
Halte zu jeder geschützten Angabe fest, ob du deine Begründung schon in Worte fassen könntest. Diese Rückschau wird nicht bewertet – sie hilft dir, die Entscheidung beim nächsten Mal schneller zu treffen.
- Meinen vollen Namen habe ich geschützt – und ich kann sagen, warum.
Der Name steht am Ende unter dem Brief, nicht in der Anweisung. Die KI formuliert genauso gut ohne ihn.
- Die Versichertennummer habe ich geschützt – und ich kann sagen, warum.
Kennnummern sind Schlüssel zu Akten. Für einen Beschwerdebrief braucht die KI sie nie, für einen Missbrauch ist sie ideal.
- Den Namen der Ärztin habe ich geschützt – und ich kann sagen, warum.
Auch Menschen, über die du schreibst, haben ein Recht darauf, nicht in fremden Werkzeugen aufzutauchen. „Die behandelnde Ärztin“ reicht.
Meine Datenschutz-Entscheidung
Was passiert ist, kommt in die Anweisung. Wer beteiligt war, bleibt bei mir.
Welche Entscheidung ist dir am schwersten gefallen? Tippe sie an:
Schnappibereit
Schnappibereit
Frag mich einfach
Stufe 1 · Denkanstoß
Ein kleiner Schubs, damit du selbst weiterkommst.
Offen – frag hier zuerst.
Stufe 2 · Strategie
Ein Vorgehen, mit dem du die Aufgabe anpacken kannst.
Noch gesperrt – nutze zuerst „Stufe 1 · Denkanstoß“.
Stufe 3 · Auflösung
Die ausführliche Erklärung – erst, wenn du es selbst versucht hast.
Noch gesperrt – nutze zuerst „Stufe 2 · Strategie“. Die Auflösung wird frei, sobald du diese Mission abgeschlossen hast.
Mission geschafft!
Dein Ergebnis („Deine Entscheidungen mit Begründung") ist gespeichert.
Schnappibereit
Stark gemacht! Du hast diesen Schritt wirklich verstanden.