
Der US-Rechtsstreit um das Training von KI-Musikmodellen geht in eine neue Runde. UMG, Capitol und Sony haben ihre Klage gegen Suno erweitert. Sie werfen dem Unternehmen vor, Aufnahmen mithilfe von Stream-Ripping-Werkzeugen von YouTube geladen und dabei eine technische Schutzmaßnahme umgangen zu haben. Das ist zunächst die Darstellung der Kläger.
Ein Richter hatte zuvor erlaubt, diesen zusätzlichen Anspruch in das Verfahren aufzunehmen. Das ist ausdrücklich noch keine Entscheidung darüber, ob der Vorwurf stimmt. Nach Auffassung des Gerichts braucht es dafür einen genauer entwickelten Tatsachenstand zur Funktionsweise der YouTube-Technik und der verwendeten Werkzeuge.
Für KI-Musik ist das ein wichtiger Unterschied: Verhandelt wird nicht nur, ob geschützte Musik zum Training genutzt werden durfte, sondern auch, wie das Material technisch beschafft worden sein soll. Das Verfahren könnte deshalb weit über Suno hinaus prägen, welche Nachweise und Lizenzen Anbieter künftig für ihre Trainingsdaten benötigen.
Quellen:
- Music Business Worldwide: https://www.musicbusinessworldwide.com/umg-and-sony-accuse-suno-of-pirating-youtube-via-stream-ripping-to-train-its-ai/
- Geänderte US-Klageschrift: https://www.musicbusinessworldwide.com/files/2026/08/gov.uscourts.mad_.272063.277.0_1.pdf